Wie funktioniert das Elektroden Handschweißen (MMA)

Informationen zum Elektroden E-Handschweißen (MMA)

Elektroden Handschweißen (kurz E-Hand Schweißen)

Wie funktioniert das Elektroden E-Handschweißen (MMA)? Dieses Schweißverfahren ist eines der ältesten Verfahren, das heute noch angewandt wird. Slawjanow verwendete 1891 als erster einen Metallstab anstatt der üblichen Kohleelektrode. Der Metallstab war Lichtbogenträger und Schweißzusatz gleichzeitig.

Diese Stabelektroden waren schwer zu verschweißen, da sie nicht umhüllt waren. Erst später umhüllte man die Elektroden um das Schweißen zu erleichtern. Die Umhüllungen sollten das Schweißgut schützen und den Schweißprozess metallurgisch beeinflussen.

Das Elektroden handschweißen überzeugt durch seine geringen Investitionsaufwand und seine universelle Anwendung. Sie erzielen Schweißnähte mit hoher Qualität bei einer großen Palette verschiedenster Werkstoffe. Aus Gründen der Wirschaftlichkeit wurde dieses Schweißverfahren vielfach durch andere Verfahren ersetzt, da sie sich mechanisiert anwenden lassen.

E-Handschweißen...das Schmelzschweißverfahren

Elektroden Handschweißen gehört zu den Schmelzschweißverfahren. Noch genauer bezeichnet man es als Metall-Lichtbogen-Schweißen. Hier erfolgt der Schweißprozess durch Benutzung einer sich verbrauchenden Elektrode. Man unterscheidet dabei noch das Metall-Lichtbogenschweißen ohne Gasschutz, d.h. ohne extern zugeführtes Schutzgas und manuelles Metall-Lichtbogenschweißen, wo man diesen Prozess per Hand, unter Benutzung einer umhüllten Elektrode ausführt.

Man nennt dieses Lichtbogenhandschweißen auch kurz E-Handschweißen. Der Lichtbogen brennt zwischen der abschmelzenden Elektrode und dem Schmelzbad. Hier gibt es keinen externen Schutz, nur die umhüllte Elektrode gibt den Schutz vor der Atmosphäre. Um das Schmelzbad vor atmosphärischen Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff zu schützen, bildet die Umhüllung der Elektrode Schlacke und/oder Schutzgas.

Das Elektroden Handschweißen mit Gleich- und Wechselstrom

Sie können sowohl Gleichstrom (DC), als auch Wechselstrom einsetzen. Aber nicht alle Umhüllungsarten der Schweißelektrode lassen sich mit Wechselstrom (AC) verschweißen. Hierzu gehören die reinbasischen Elektroden. Wenn Sie mit Gleichstrom schweißen, wird bei den meisten Elektrodentypen der Minuspol an die Schweißelektrode angeschlossen und der Pluspol an das Werkstück. Auch hier bilden die basischen Elektroden eine Ausnahme. Sie lassen sich am Pluspol besser verschweißen. Für bestimmte Sorten von Zellulose Elektroden gilt das gleiche.

Die Schweißelektrode...das Werkzeug des Schweißers

Das Werkzeug des Schweißers ist hier die Elektrode. Der Lichtbogen, der an der Elektrode brennt, führt der Schweißer in der Schweißfuge und schmilzt dabei die Fugenkanten. Für verschiedene Fugenarten und Grundwerkstoffdicken benötigen Sie auch unterschiedliche Stromstärken! Die Strombelastbarkeit der Schweißelektroden ist vom Durchmesser und der Länge abhängig. Deshalb gibt es verschiedene Durchmesser und Längen. Je höher der Kernstab-Durchmesser um so höhere Schweißströme können angewendet werden.

Sie können das E-Handschweißen bereits ab einer Wanddicke von 1,5mm einsetzen, jedoch stellen viele Hersteller von Schweißelektroden erst ab 2,0mm her, sodass sich die Dicke auf 2,0mm erhöht. Das hat folgenden Grund: sehr dünne Bleche werden heute im WIG Verfahren geschweißt.


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